Wohnungsmarkt

Rahmenbedingungen Wohnungsmarkt

Wohnungsneubau: nachlassende Dynamik mit regionaler Fokussierung

Mit der Veröffentlichung der Zahlen zu den erteilten Baugenehmigungen für das Jahr 2014 Ende des ersten Quartals diesen Jahres wird deutlich, dass sich der Wohnungsmarkt an einem Punkt befindet, an dem die positive Dynamik der letzten Jahre einknickt.  Auf den ersten Blick lässt sich zwar  weiterhin eine positive Bilanz gegenüber dem Vorjahr feststellen, insbesondere in den Großstädten. Insgesamt sind die Baugenehmigungen um rund 5,4 Prozent gestiegen. Vergleicht man die Zahlen aber mit dem Vorjahr, so hat sich der Zuwachs halbiert und die Baugenehmigungen für Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern haben sich ins Negative verkehrt.

Die Baufertigstellungen für das Jahr 2014 werden aller Voraussicht nach ein positives Bild zeichnen, da die Entwicklung der genehmigten Wohnungen immer erst mit zeitlicher Verzögerung am Markt ankommt. Bei den Auftragseingängen im Baugewerbe zeigen die Zahlen für den Wohnungsbau mit plus 6 Prozent noch in eine deutlich positive Richtung gegenüber allgemein sinkenden Auftragseingängen im Hoch- und Tiefbau zusammen mit minus 0,6 Prozent. Der Wohnungsbau puffert also noch die sinkenden Auftragseingänge des Baugewerbes gegenüber 2013 ab.

Trotz mehr Mietwohnungsbau keine Deckung des Bedarfs

Der Dynamik-Knick bei den Baugenehmigungen 2014 wird sich demnach erst in den Folgejahren 2016 bzw. 2017 in realen Fertigstellungen messen lassen. Eine positive Bilanz lässt sich dennoch für Mehrfamilienhäuser ziehen, hier sind die Baugenehmigungen deutlich angestiegen, vor allem in den Groß- und Universitätsstädten trägt der Geschosswohnungsbau die positive Entwicklung. Das entspricht dem allgemeinen Trend für einen Nachholbedarf an innerstädtischem Wohnraum.

Diskrepanz zwischen aktueller Neubautätigkeit und tatsächlichem Wohnraumbedarf

Gerade in den Ballungsgebieten nimmt die Bevölkerung kontinuierlich zu und dementsprechend werden mehr Wohnungen benötigt. Über die Hälfte der genehmigten Wohnungen im Geschosswohnungsbau sind laut Statistik Eigentumswohnungen. Zwar werden auch mehr Mietwohnungen gebaut als in den letzten Jahren, das reicht aber zur Deckung des Bedarfs an günstigem Wohnraum bei weitem nicht aus. Das heißt, es ist weiterhin eine deutliche Diskrepanz zwischen der Neubautätigkeit und dem tatsächlich notwendigen Wohnungsneubau vorhanden, die aus einem angestauten Neubaudefizit der letzten Jahre resultiert. Wir benötigen mehr und vor allem günstigen Wohnraum. Besonders im Mietwohnungssektor werden bei einem Fortschreiten dieser Entwicklung neue regionale Wohnungsmangelsituationen entstehen und sich die bereits vorhandene Knappheit beispielsweise in Kernstädten zusätzlich verschärfen.

Hemmnisse am deutschen Wohnungsmarkt

Die Hemmnisse für den Wohnungsneubau werden immer größer, Beispiel gestiegene Erwerbsnebenkosten: So haben sich die Einnahmen aus der Grunderwerbssteuer im Jahr 2014 gegenüber 2013 um rund 11,3 Prozent erhöht, seit 2010 sogar um rund 75 Prozent. Erhöhungen der Grunderwerbssteuer verteuern den Neubau von Wohnungen. Das wiederum zieht höhere Miet- und Kaufpreise nach sich.

Das zeigt sich auch in der Entwicklung der Preisindizes für selbstgenutztes Wohneigentum: So sind die Erwerbsnebenkosten mit rd. 5,7 Prozent deutlich stärker gestiegen als die Kosten für den Erwerb von Wohneigentum an sich, mit 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zudem wird zu wenig Bauland ausgewiesen, dieses wird durch die Behörden zu langsam beplant und die Bauvorhaben werden mit zahlreichen kostentreibenden Sonderwünschen der öffentlichen Hand belastet. Insbesondere in den betroffenen Ballungszentren sind die Grundstückskosten deutlich angestiegen. Betrachtet man die Preisentwicklung für baureifes Land, so steigen die Preise mit 2,3 Prozent stärker als die für den Erwerb von Wohnimmobilien mit 1,3 Prozent im Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2012.


Rahmenbedingungen Wohnungsmarkt

Wohnungsneubau: nachlassende Dynamik mit regionaler Fokussierung

Mit der Veröffentlichung der Zahlen zu den erteilten Baugenehmigungen für das Jahr 2014 Ende des ersten Quartals diesen Jahres wird deutlich, dass sich der Wohnungsmarkt an einem Punkt befindet, an dem die positive Dynamik der letzten Jahre einknickt.  Auf den ersten Blick lässt sich zwar  weiterhin eine positive Bilanz gegenüber dem Vorjahr feststellen, insbesondere in den Großstädten. Insgesamt sind die Baugenehmigungen um rund 5,4 Prozent gestiegen. Vergleicht man die Zahlen aber mit dem Vorjahr, so hat sich der Zuwachs halbiert und die Baugenehmigungen für Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern haben sich ins Negative verkehrt.

Die Baufertigstellungen für das Jahr 2014 werden aller Voraussicht nach ein positives Bild zeichnen, da die Entwicklung der genehmigten Wohnungen immer erst mit zeitlicher Verzögerung am Markt ankommt. Bei den Auftragseingängen im Baugewerbe zeigen die Zahlen für den Wohnungsbau mit plus 6 Prozent noch in eine deutlich positive Richtung gegenüber allgemein sinkenden Auftragseingängen im Hoch- und Tiefbau zusammen mit minus 0,6 Prozent. Der Wohnungsbau puffert also noch die sinkenden Auftragseingänge des Baugewerbes gegenüber 2013 ab.

Trotz mehr Mietwohnungsbau keine Deckung des Bedarfs

Der Dynamik-Knick bei den Baugenehmigungen 2014 wird sich demnach erst in den Folgejahren 2016 bzw. 2017 in realen Fertigstellungen messen lassen. Eine positive Bilanz lässt sich dennoch für Mehrfamilienhäuser ziehen, hier sind die Baugenehmigungen deutlich angestiegen, vor allem in den Groß- und Universitätsstädten trägt der Geschosswohnungsbau die positive Entwicklung. Das entspricht dem allgemeinen Trend für einen Nachholbedarf an innerstädtischem Wohnraum.

Diskrepanz zwischen aktueller Neubautätigkeit und tatsächlichem Wohnraumbedarf

Gerade in den Ballungsgebieten nimmt die Bevölkerung kontinuierlich zu und dementsprechend werden mehr Wohnungen benötigt. Über die Hälfte der genehmigten Wohnungen im Geschosswohnungsbau sind laut Statistik Eigentumswohnungen. Zwar werden auch mehr Mietwohnungen gebaut als in den letzten Jahren, das reicht aber zur Deckung des Bedarfs an günstigem Wohnraum bei weitem nicht aus. Das heißt, es ist weiterhin eine deutliche Diskrepanz zwischen der Neubautätigkeit und dem tatsächlich notwendigen Wohnungsneubau vorhanden, die aus einem angestauten Neubaudefizit der letzten Jahre resultiert. Wir benötigen mehr und vor allem günstigen Wohnraum. Besonders im Mietwohnungssektor werden bei einem Fortschreiten dieser Entwicklung neue regionale Wohnungsmangelsituationen entstehen und sich die bereits vorhandene Knappheit beispielsweise in Kernstädten zusätzlich verschärfen.

Hemmnisse am deutschen Wohnungsmarkt

Die Hemmnisse für den Wohnungsneubau werden immer größer, Beispiel gestiegene Erwerbsnebenkosten: So haben sich die Einnahmen aus der Grunderwerbssteuer im Jahr 2014 gegenüber 2013 um rund 11,3 Prozent erhöht, seit 2010 sogar um rund 75 Prozent. Erhöhungen der Grunderwerbssteuer verteuern den Neubau von Wohnungen. Das wiederum zieht höhere Miet- und Kaufpreise nach sich.

Das zeigt sich auch in der Entwicklung der Preisindizes für selbstgenutztes Wohneigentum: So sind die Erwerbsnebenkosten mit rd. 5,7 Prozent deutlich stärker gestiegen als die Kosten für den Erwerb von Wohneigentum an sich, mit 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zudem wird zu wenig Bauland ausgewiesen, dieses wird durch die Behörden zu langsam beplant und die Bauvorhaben werden mit zahlreichen kostentreibenden Sonderwünschen der öffentlichen Hand belastet. Insbesondere in den betroffenen Ballungszentren sind die Grundstückskosten deutlich angestiegen. Betrachtet man die Preisentwicklung für baureifes Land, so steigen die Preise mit 2,3 Prozent stärker als die für den Erwerb von Wohnimmobilien mit 1,3 Prozent im Jahr 2013 gegenüber dem Jahr 2012.


Staat macht Neubau und Wohnen immer teurer

ARGE-Studie “Kostentreiber für den Wohnungsbau”

In Berlin haben sieben Organisationen und Verbände der deutschen Bau- und Immobilienbranche, darunter der BFW, Bundesbauministerin Barbara Hendricks auf dem Wohnungsbautag am 23. April 2015 die Studie “Kostentreiber für den Wohnungsbau” überreicht. Die vom “Verbändebündnis Wohnungsbau” in Auftrag gegebene Studie zeigt auf, dass die Kosten rund um den Neubau von Mehrfamilienhäusern in Deutschland seit dem Jahr 2000 um nahezu 40 Prozent gestiegen sind. Mehr als die Hälfte des gesamten Kostenanstieges resultiert aus geänderten steuerlichen und baurechtlichen Regelungen von Bund und Ländern, immer umfassenderen kommunalen Auflagen sowie der Entwicklung der Baulandpreise. Auch die zunehmende Komplexität der durch den Staat vorgegebenen, technischen Baubestimmungen haben sich auf die Baukosten ausgewirkt.

Dazu BFW-Präsident Andreas Ibel:

Die Zeche für den sich stetig verteuernden Wohnungsneubau zahlen die Bauunternehmen, Bürger mit geringerem Einkommen, aber auch immer größere Teile der Mittelschicht. Denn auch für sogenannte „Normalverdiener“ und Familien mit Kindern wird es immer schwieriger, die in Ballungsgebieten kontinuierlich gestiegenen Mietpreise für Wohnungen zu bezahlen. Was die Immobilienbranche jetzt braucht, sind zuverlässige, geeignete Rahmenbedingungen, die langfristig planbare und wirtschaftlich tragbare Investitionen in den Neubau ermöglichen.

Die Studie steht für BFW-Mitglieder im Mitgliederbereich zum Download bereit.


Staat macht Neubau und Wohnen immer teurer

ARGE-Studie “Kostentreiber für den Wohnungsbau”

In Berlin haben sieben Organisationen und Verbände der deutschen Bau- und Immobilienbranche, darunter der BFW, Bundesbauministerin Barbara Hendricks auf dem Wohnungsbautag am 23. April 2015 die Studie “Kostentreiber für den Wohnungsbau” überreicht. Die vom “Verbändebündnis Wohnungsbau” in Auftrag gegebene Studie zeigt auf, dass die Kosten rund um den Neubau von Mehrfamilienhäusern in Deutschland seit dem Jahr 2000 um nahezu 40 Prozent gestiegen sind. Mehr als die Hälfte des gesamten Kostenanstieges resultiert aus geänderten steuerlichen und baurechtlichen Regelungen von Bund und Ländern, immer umfassenderen kommunalen Auflagen sowie der Entwicklung der Baulandpreise. Auch die zunehmende Komplexität der durch den Staat vorgegebenen, technischen Baubestimmungen haben sich auf die Baukosten ausgewirkt.

Dazu BFW-Präsident Andreas Ibel:

Die Zeche für den sich stetig verteuernden Wohnungsneubau zahlen die Bauunternehmen, Bürger mit geringerem Einkommen, aber auch immer größere Teile der Mittelschicht. Denn auch für sogenannte „Normalverdiener“ und Familien mit Kindern wird es immer schwieriger, die in Ballungsgebieten kontinuierlich gestiegenen Mietpreise für Wohnungen zu bezahlen. Was die Immobilienbranche jetzt braucht, sind zuverlässige, geeignete Rahmenbedingungen, die langfristig planbare und wirtschaftlich tragbare Investitionen in den Neubau ermöglichen.

Die Studie steht für BFW-Mitglieder im Mitgliederbereich zum Download bereit.


Deutschland-Plan für bezahlbares Wohnen

Politisches Maßnahmenpaket zum Wohnungsneubau vorgestellt

Das “Verbändebündnis Wohnungsbau” hat am 10. September 2014 in Berlin ein politisches Maßnahmenpaket zum Wohnungsneubau vorgestellt. Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, der ein deutliches Absenken von Kaltmieten für Neubauwohnungen und so mehr Mietwohnungsneubau ermöglicht.

Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau
Das Bündnis stellte in diesem Zusammenhang die Studie „Mietwohnungsbau 2.0 – Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau“ des Pestel Instituts vor. Sie zeigt auf, was sich ändern muss, um einen attraktiven Wohnungsneubau mit niedrigeren Mieten zu erreichen. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass eine Verbesserung der steuerlichen Abschreibungsbedingungen, insbesondere die Einführung einer linearen Abschreibung (AfA) in Höhe von 4 Prozent jährlich, eine Reduzierung der Baulandkosten und verbesserte Finanzierungskonditionen einen enormen Preiseffekt auf dem Mietwohnungsmarkt hätten. Im Idealfall einer Kombination der Maßnahmen könnten die Kaltmieten in Neubauten um bis zu 4,14 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden.

Dazu BFW-Präsident Andreas Ibel:

Das Verbändebündnis Wohnungsbau muss als Absichtserklärung nicht nur auf dem Papier stehen, sondern mit Leben und vor allem mit Lösungsvorschlägen gefüllt werden. Die BFW-Unternehmen sind bereit, mit anzupacken und zu investieren. Jedoch wird der Wohnungsbau noch in dieser Legislaturperiode zurückgehen, wenn keine Schritte zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen erfolgen. Dann hätten mittlere und untere Einkommensgruppen nur eine Chance auf Wohnungen, wenn sie bereit sind, auf Wohnfläche bzw. angemessene Ausstattung für ein energieeffizientes und altersgerechtes Wohnen zu verzichten.

 

Die Pestel-Studie steht für BFW-Mitglieder im Mitgliederbereich zur Verfügung.


Deutschland-Plan für bezahlbares Wohnen

Politisches Maßnahmenpaket zum Wohnungsneubau vorgestellt

Das “Verbändebündnis Wohnungsbau” hat am 10. September 2014 in Berlin ein politisches Maßnahmenpaket zum Wohnungsneubau vorgestellt. Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, der ein deutliches Absenken von Kaltmieten für Neubauwohnungen und so mehr Mietwohnungsneubau ermöglicht.

Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau
Das Bündnis stellte in diesem Zusammenhang die Studie „Mietwohnungsbau 2.0 – Bezahlbarer Wohnraum durch Neubau“ des Pestel Instituts vor. Sie zeigt auf, was sich ändern muss, um einen attraktiven Wohnungsneubau mit niedrigeren Mieten zu erreichen. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass eine Verbesserung der steuerlichen Abschreibungsbedingungen, insbesondere die Einführung einer linearen Abschreibung (AfA) in Höhe von 4 Prozent jährlich, eine Reduzierung der Baulandkosten und verbesserte Finanzierungskonditionen einen enormen Preiseffekt auf dem Mietwohnungsmarkt hätten. Im Idealfall einer Kombination der Maßnahmen könnten die Kaltmieten in Neubauten um bis zu 4,14 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden.

Dazu BFW-Präsident Andreas Ibel:

Das Verbändebündnis Wohnungsbau muss als Absichtserklärung nicht nur auf dem Papier stehen, sondern mit Leben und vor allem mit Lösungsvorschlägen gefüllt werden. Die BFW-Unternehmen sind bereit, mit anzupacken und zu investieren. Jedoch wird der Wohnungsbau noch in dieser Legislaturperiode zurückgehen, wenn keine Schritte zur Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen erfolgen. Dann hätten mittlere und untere Einkommensgruppen nur eine Chance auf Wohnungen, wenn sie bereit sind, auf Wohnfläche bzw. angemessene Ausstattung für ein energieeffizientes und altersgerechtes Wohnen zu verzichten.

 

Die Pestel-Studie steht für BFW-Mitglieder im Mitgliederbereich zur Verfügung.